TRANS – ART – VAL
Göhrenz ist ein ca. 6 Hektar großes Gelände in der Nähe des Kulkwitzer Sees, auf dem unter der Leitung von Ina Seidlitz Kunst entsteht.
Im Austausch mit der Galeristin und Kuratorin Nina Mielcarczyk, Künstlern und Kunstinteressierten bespielt sie die gesamte Fläche und setzt damit alternativen Arbeits- und Ausstellungsformen keine Grenzen. Dieser Freiraum ermöglicht die Realisierung von Projekten, die in Einzelausstellungen von Galerien und Institutionen so nicht möglich sind und eröffnet damit neue Denkansätze.
https://transartval.de/
2025
[ materialistin ] "Field Studies"
Laura Eckert Enne Haehnle Elisabeth Howey Lucy König
Agnes Lammert Wibke Rahn Theresa Rothe Sophie Uchman
Eröffnung: So, 31.08.2025, 15 - 21 Uhr
Ausstellungsdauer: 31.8. - 26.10.25
Die [ materialistin ] ist eine Gruppe Leipziger Künstlerinnen, deren Arbeits- und Handlungsschwerpunkt im erweiterten Feld der Skulptur liegt. Grundlage ihrer künstlerischen Praxis ist die Arbeit an und mit Material, das Interesse an Materialität und Transformation, die Faszination für physische Präsenz und die Auseinandersetzung mit dem Bezugssystem Material – Handlung – Raum. Mit ihren individuellen Herangehensweisen und Handlungsansätzen eröffnen die Künstlerinnen spannungsreiche ästhetische und diskursive Räume. ›Field Studies‹ auf dem TRANS – ART – VAL ist ein Projekt zur nachhaltigen Kunstproduktion, sozialen Interaktion und zum interdisziplinären Austausch in einem Transformationsraum zwischen Kunst, Natur und Gesellschaft.
Das vom 1. Juli bis zum 26. Oktober 2025 angesetzte Projekt umfasst ein Bildhauersymposium, Ausstellung und das Begegnungs- und Vernetzungsformat MEET ME AT auf dem Projektgelände TRANS – ART – VAL im ländlichen Raum am Kulkwitzer See in Göhrenz, Markranstädt. Scheinbar anachronistisch und mit leicht widerständigem Beharrungsvermögen agieren die Künstlerinnen in Zeiten einer fortschreitenden Virtualisierung von Lebenswelten. In ihrer Hinwendung zu Material und Körper beanspruchen sie Zeitgenossenschaft, füllen Leerstellen körperlicher Abwesenheit mit experimentellen und differenten Setzungen.
Sie hinterfragen und beleuchten ihre Arbeit vor dem Hintergrund aktueller Diskurse aus verschiedenen Wissenschaftsdisziplinen: wie etwa aktueller Zero - Waste - und Postwachstumsdiskurse in Okologie und Okonomie oder dem fluiden Verständnis von Material-Objekt-Mensch-Umwelt-Beziehungen des »new materialism«. Die Gruppe agiert solidarisch und ist nicht hierarchisch organisiert. Ihre Heterogenität speist sich aus den Erfahrungshorizonten, die die Künstlerinnen aus ihren Herkunftsregionen in Nord-, Süd-, West- und Ostdeutschland sowie durch ihre akademischen Prägungen mitbringen. Darüber hinaus spielt auch die altersübergreifende Struktur eine Rolle, der Gruppe gehören sowohl digital als auch material natives an.




2024
Willy Schulz "Lions Relic"
Das Motiv der Fu-Löwen durchzieht Schulz’ künslerische Praxis seit vielen Jahren. Diese Wächterfiguren sind tief in der chinesischen Kunst verwurzelt und symbolisieren den Schutz von Tempeln. In Deutschland erlebten sie in den 1990er Jahren eine Renaissance als Dekoration vor asiatischen Restaurants. Für Schulz sind diese Löwen jedoch mehr als nur dekorative Elemente, sie sind Hüter seiner Kindheitserinnerungen und zugleich Symbole der kulturellen Aneignung und Verklärung von Geschichte in der Nachwendezeit. Seine Skulptur Löwen ist ein komplexes, zweiteiliges Kunstwerk, das im Rahmen des Projektes Görlitz ART entstand und dort erstmals präsentiert wurde. Die Skulptur löste in Görlitz 2021 nicht nur Bewunderung, sondern auch Zerstörungswut aus. Bereits elf Tage nach der Einweihung wurde sie vandalisiert und nach nicht einmal vier Monaten mit einem eisernen Käfig umgeben. Dieser Käfig symbolisiert Schutz und Scheitern zugleich und verweist auf die bedrohlichen gesellschaftspolitischen Spannungen, die sich gegen das Kunstwerk richteten.
Nach mehreren Zwischenlagern hat die Arbeit im Trans – Art – Val von Ina Seidlitz eine dauerhafte Heimat gefunden. Die Skulptur fügt sich wie ein Betonkeil in die natürliche Umgebung ein. Eine kontrastreiche Präsenz an diesem ländlichen Ort bietet nun Raum zum Nachdenken über den Zusammenhang von persönlicher Künstlergeschichte, gesellschaftlicher Reflexion und der Erfahrung künstlerischer Ausdruckskraft.
2023
Birte Bosse "it felt good to be out of the rain"
2022
Stefan Vogel "Allein zu Haus"
Trümmer und Teile als Teil des Teils.
Ein Detail des Dead Ends. Verband.
Die Relation am Ende. Alles Gleich. Gasse.
Einfach und einfach am Arsch am Ende am Anfang.
„Fang an von Anfang an an“ sagt der laue Wind dem Balken als Hoffnung
vor dem Auge.
Halme. Hava Nagila. Verbund und blind vor Fläche,
flach ist nur die Zeit die ich nicht hab.
Also ab. Volumen und Schnitt zurück.








TRANS – ART – VAL
Transval 27
04420 Göhrenz, OT Markranstädt
Mit der Straßenbahn 1 bis Lausen, Fußweg
Bus 61/161 bis Göhrenz, Waldsiedlung. Mit dem Fahrrad Lützener Straße Richtung Kulkwitzer See – zum Strandbad – bis Albertsdorfer Straße folgen, links in den Transval einbiegen.
https://transartval.de/